Malindi, Familienurlaub in Kenia

Beitragsbild Malindi, Kenia
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Einleitung

Im letzten Beitrag habe ich Euch von unserem Flug nach Nairobi in Kenia berichtet und von unseren ersten Aktivitäten. In diesem Artikel geht es um unseren Familienurlaub in Malindi.

Eine Stadt mit Geschichte

Malindi ist eine faszinierende Stadt mit einer langen und bewegten Geschichte. Die Stadt bietet ihren Besuchern eine einzigartige Mischung aus Kultur, Geschichte und Natur.

Die Geschichte reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Damals war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum für die Swahili-Kultur. Die Swahili waren ein Handelsvolk, das aus Arabern, Afrikanern und Indern bestand. Sie brachten ihre Kultur und Religion nach Malindi und schufen eine einzigartige Mischung aus arabischen, afrikanischen und indischen Einflüssen. Über den Begriff und die Sprache Swahili schrieb ich schon im letzten Beitrag.

  • Im 15. Jahrhundert wurde Malindi von den Portugiesen erobert. Die Portugiesen nutzten die Stadt als Stützpunkt für ihre Handelsaktivitäten in Ostafrika. Sie bauten eine Festung in Malindi und förderten den Handel mit Europa.
  • Im 17. Jahrhundert wurden die Portugiesen von den Arabern vertrieben. Die Araber beherrschten Malindi bis ins 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde die Stadt zu einem wichtigen Zentrum des Sklavenhandels.
  • Im 19. Jahrhundert begann die britische Kolonialzeit in Kenia. Die Stadt wurde Teil der britischen Kolonie. Die Briten förderten den Tourismus in Malindi und machten die Stadt zu einem beliebten Urlaubsziel für Europäer.

Nach der Unabhängigkeit Kenias im Jahr 1963 blieb Malindi eine wichtige Touristendestination. Die Stadt entwickelte sich zu einem modernen Badeort mit einer vielfältigen Infrastruktur.

Die Mombasa Road

Die Mombasa Road ist eine wichtige Fernstraße in Kenia, die die Hauptstadt Nairobi mit der Hafenstadt Mombasa verbindet. Sie ist Teil der Great North Road, die Ostafrika mit Zentralafrika verbindet und sie ist eine wichtige Verkehrsader für Handel und Tourismus. Sie wird täglich von Tausenden von Fahrzeugen, darunter Autos, Busse, Lastwagen und Motorräder, befahren. Die Straße ist auch eine wichtige Route für den internationalen Handel.

Entlang der Mombasa Road herrscht reges Treiben. Besonders in den Orten ist immer viel los. In den vielen kleinen Ständen am Straßenrand wird immenser Handel getrieben.

Der Tsavo Nationalpark wird durch sie in East und West geteilt. Auch gibt es einen kilometerlangen Abschnitt auf dem die Wildtieren über die Straße in den jeweils anderen Teil des Parks wechseln können. Hier kommt es oft zu Unfällen weil zum einen hier mit einer zu hohen Geschwindigkeit gefahren wird. Zum Anderen wird gerade von den Touristen ein zu geringer Abstand zu den Wildtieren gewahrt wird.

Die Unterkunft für unseren Familienurlaub

Ein Familien Besuch ist natürlich kein richtiger Urlaub. Wir leben bei unseren Verwandten. Also buchten wir eine Woche Malindi und ließen uns von der Sonne und Wärme verwöhnen. Gefunden habe wir unsere Unterkunft natürlich über Booking.com. Wir sind also zu neunt, inklusive unserem Fahrer, mit einem Van von Nairobi über die Mombasa Road nach Malindi gefahren. Abends sind wir dann in unserer Unterkunft „Coral Village Malindi“ angekommen. Auf Google Maps ist es unter „Coral Village Boutique Hotel“ zu finden. Die Adressangabe auf Booking.com war nicht sehr hilfreich. Zum Glück kam uns Antony entgegen. Geschafft.

Antony ist der erste Angestellte und leitet diese Unterkunft vor Ort. Wir hatten seit unserer Buchung Kontakt zu ihm über WhatsApp. Es ist eine schöne kleine Ferienanlage mit drei Bungalows und einem Gemeinschaftshaus. Ein Bungalow hat zwei Wohneinheiten für je vier Personen. Es wird also nie Überlaufen hier. Alle Mitarbeiten sind einfach Klasse und versuchen jeden Kundenwunsch zu erfüllen. Es ist immer sauber und es kann auch jede Mahlzeit frisch zubereitet werden, je nach Kundenwunsch. Die Zutaten müssen aber selbst besorgt werden. Bis auf einige Kleinigkeiten, und die gibt es ja in fast jeder Unterkunft, war unsere Zeit hier einfach top.

 

Der indische Ozean

Der Indische Ozean vor Kenias Küste ist ein türkisfarbenes, warmes Gewässer mit einer Vielzahl von Meereslebewesen. Die Küste ist etwa 480 Kilometer lang und erstreckt sich von der Mündung des Tana-Flusses im Norden bis zur Grenze zu Tansania im Süden.

Die Küste Kenias ist ein beliebtes Touristenziel. Die Strände sind bekannt für ihren weißen Sand, das klare Wasser und die entspannte Atmosphäre. Die Region ist auch ein wichtiges Zentrum für den Fischfang und die Fischerei.

Der Indischen Ozean vor Kenias Küste ist ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Meereslebewesen. Zu den häufigsten Arten gehören Korallen, Fische, Schildkröten und Haie. Die Korallenriffe sind besonders vielfältig und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Meereslebewesen.

Und er ist warm, sehr warm. Wenn Ihr eine Abkühlung sucht, dann geht eher in den Schatten.

Malindi – Unsere Ausflüge / Ausflugsziele

Malindi Tourist Market

Der Malindi Tourist Market ist ein guter Ort, um traditionelle kenianische Kunst und Handwerk zu kaufen. Hier finden Sie Schmuck aus Perlen und Knochen, Kleidung aus Baumwolle und Leinen, und Kunsthandwerk aus Holz und Metall. Achtet auf die Preise. Hier wird gehandelt und verhandelt.

Gede Ruins – Gedi National Monument

Wir haben die Ruinen besucht und fanden sie Beeindruckend.

Gedi wurde im 13. Jahrhundert gegründet und war bis zum 17. Jahrhundert eine wichtige Handelsstadt. Die Stadt war ein Zentrum für den Handel mit Gewürzen, Elfenbein und Sklaven.

Gedi war sehr wohlhabend und hatte eine gut entwickelte Infrastruktur. Die Stadt hatte eine Wasserversorgung, ein Abwassersystem und ein Straßennetz. Die Gebäude in der Stadt waren aus Stein und Holz gebaut und waren mit Mosaiken und Fresken verziert.

Gedi wurde im 17. Jahrhundert verlassen und ist seitdem von der Natur überwuchert. Die Stätte wurde in den 1920er Jahren von Archäologen entdeckt und seitdem erforscht.

Die Stätte ist heute ein beliebtes Touristenziel. Besucher können die Ruinen der Stadt erkunden und einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Swahili-Kultur gewinnen.

Vasco da Gama Pillar, die weiße Säule

Die Vasco da Gama-Säule ist ein historisches Denkmal in Malindi, Kenia. Es wurde 1498 oder 1499 von dem portugiesischen Entdecker Vasco da Gama errichtet, der die Stadt zum ersten Mal besuchte. Die Säule ist ein Symbol für die europäische Entdeckung Ostafrikas und ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Malindi. Vasco da Gama besuchte Malindi im Jahr 1498 auf seiner Reise nach Indien. Er wurde vom Sultan von Malindi freundlich empfangen und erhielt Hilfe bei der Reparatur seiner Schiffe. Da Gama blieb in Malindi etwa zwei Wochen und nutzte die Zeit, um sich über den Handel und die Kultur der Region zu informieren

Portugiesische Kapelle Malindi/ Portuguese Chapel

Die Portugiesische Kapelle ist ein historisches Gebäude in Malindi, Kenia. Sie wurde um 1502 von den Portugiesen erbaut, die Malindi zu einem wichtigen Handelsposten in Ostafrika machten. Die Kapelle ist die älteste christliche Kultstätte in Ostafrika.

Gesundheit / Tipps

  • Auch wenn Malaria Erkrankungen an der Küste relativ wenig vorkommen, so solltet Ihr Euch doch vorbereiten und Euch mit Medikamenten (zur Prophylaxe) eindecken. Dieser werden in der Regel von den Krankenkassen erstattet.
  • Sonnenschutz auf der Haut und auf dem Kopf
  • Wertsachen und auch Handys nicht sichtbar am Körper tragen (menschliche und tierische Diebe)
  • Nehmt Euch einen Guide oder einheimischen Reiseführer, schon wegen der Sprache
  • Insektenschutz, dazu zählt auch ein Netz über dem Schlafplatz

Fazit

Malindi ist immer eine Reise wert. Wir sind mit dem Auto gefahren. Es gibt aber auch einen Flugplatz, den ihr von Mombasa aus erreichen könnt. Mombasa wird von allen großen Fluggesellschaften der Welt angeflogen.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und wenn dieser Beitrag Euch gefallen hat, dann lasst gerne einen Kommentar da.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Thomas Schmidt©Abenteuer mit den Schmidts

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